Gesund essen, mehr Sport – aber bitte ohne Zahnerosion!

Das neue Jahr ist erst ein paar Tage alt und jetzt heißt es, die guten Vorsätze für 2015 aus der Silvesternacht in die Tat umzusetzen. Für viele heißt das, mehr Zeit mit der Familien verbringen, mehr lesen, mehr Sport treiben und sich gesünder ernähren.

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung und unsere körperliche Fitness – kurz eine gesunde Lebensweise mag zwar für den Körper gut sein, für die Zähne ist sie es aber leider nicht immer. Denn insbesondere gesunde Lifestyle-Ernährungsprodukte, Obst oder leichte Salate mit Zitronen- oder Essigdressing enthalten oftmals zahnschädliche Säuren. Diese Säureangriffe können zu Zahnerosion führen.

Risikofaktoren für Zahnerosion gibt es in vielen Bereichen:

Säurehaltige Getränke z. B.:

  • Cola/ Erfrischungsgetränke
  • Säfte
  • Isotonische Getränke
  • Früchtetee/Eistee
  • Wein

Säurehaltige Nahrungsmittel z. B.:

  • Obst, insbesondere Zitrusfrüchte
  • Essighaltige Salatsaucen
  • Saure Süßigkeiten

Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel z. B.:

  • Acetylsalicylsäure in Schmerzmitteln
  • Vitamin C Brausetabletten
  • Eisenpräparate

Lebensstil- und Konsumverhalten z. B.: 

  • Lange Verweildauer säurehaltiger Nahrungsmittel in der Mundhöhle z.B durch Bonbons
  • Häufiger Konsum von sauren Nahrungsmitteln und Getränken

Magensäure: 

  • Refluxkrankheit (Sodbrennen)
  • Chronisches Erbrechen (Nebenwirkung von Medikamenten, Bulimie, Magersucht)

Speichelmangel: 

  • Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme

Woran erkennt man Zahnerosion?

Zahnerosion wird erst in einem fortgeschrittenen Stadium sichtbar. In frühen Stadien werdet ihr es kaum erkennen oder wahrnehmen. Fragt deshalb euren Zahnarzt am besten gleich beim nächsten Termin, ob ihr betroffen sein könntet.

Bei einer leichten Erosion kann der Zahnschmelz matt und glatt erscheinen, jedoch sind noch keine Farbveränderungen der Zähne erkennbar. Leichte Erosion verursacht keine spürbaren Beschwerden.

Wird dem Fortschreiten einer beginnenden Zahnerosion nicht vorgebeugt, können sichtbarer Zahnschmelz-Abbau sowie Farbveränderung und Überempfindlichkeit der Zähne die Folge sein.

In schweren Fällen können sogar Restaurationen der betroffenen Zähne (z. B. Füllungen, Teilkronen oder Kronen) nötig werden.

Tipps für eine gesunde Lebensweise ohne Zahnerosion

Versucht, den direkten Kontakt von Säuren mit euren Zähnen zu verringern sowie den Konsum von säurehaltigen Nahrungsmitteln und Getränken einzuschränken.

  • Produkte mit hohem Calcium- und/oder Phosphatanteil wie Käse oder Milch können helfen, der Erosion entgegenzuwirken.
  • Säurehaltige Getränke lieber zu den Mahlzeiten als zwischendurch trinken.
  • Besser wenige Male pro Tag eine größere Menge Obst als viele kleine Portionen über den Tag verteilt essen.
  • Wenn ihr beim Sport nicht auf Isotonische Durstlöscher verzichten wollt, dann verwendet wenn möglich einen Strohhalm. Dieser verhindert, dass die Flüssigkeit unnötig Kontakt zu den Zähnen hat.

Wir wünschen euch gutes Gelingen bei euren Vorsätzen für das Jahr 2015!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *